Im europaweit ausgeschriebenen VOF – Verfahren hat unser Büro im zweistufigen Vergabeverfahren den Zuschlag für die Planung des naturwissenschaftlichen Erweiterungsbaus des Schwalmgymnasium in Treysa erhalten. Der Planungsauftrag umfasst die Leistungsphasen 2 – 8 für den Neubau, den Umbau / Sanierung von Bestandsgebäuden und die Außenanlagen.

Entwurfsbeschreibung:
Der dreigeschossige, L- förmige Neubau schließt über einen Verbindungsbaukörper direkt an den bestehenden Backsteinbau an. Der Neubau erhält in jedem Geschoss drei Fachklassen und einen Vorbereitungsraum für die naturwissenschaftlichen Bereiche Physik, Biologie und Chemie. Des Weiteren gibt es in jedem Geschoss den Bereich des „Freies Lernen“, der nach Norden ausgerichtet und zum Außenraum vollflächig verglast ist.

Dieser Bereich wird über die Funktion des Lernens hinaus auch als Kommunikations- und Wartebereich nutzbar sein. Das neue Treppenhaus liegt an der Ostseite des Neubaus, die Zugänge führen unmittelbar in den Bereich Freies Lernen und den angrenzenden Flur zum Bestandsgebäude. Von dort werden die Fachräume erschlossen.

Der Verbindungsbau als Achse zwischen Neu- und Altbau wird nach Osten und Westen vollflächig verglast. Auf der Ostseite liegt der Hauptzugang mit Anbindung an das Treppenhaus des Altbaus. Der Altbau wird in den beiden oberen Geschossen zum Verbindungsbaukörper hin geöffnet. Zur barrierefreien Erschließung beider Gebäude wird ein Aufzug im Verbindungsbau vorgesehen.

Der naturwissenschaftliche Neubau ist vom Straßenraum der Ascheröder Straße aus nicht wahrnehmbar und somit städtebaulich insbesondere für das Schulareal von Bedeutung. Der Neubau soll sich gestalterisch und funktional in den Bestand einfügen und langfristig die Anforderungen an naturwissenschaftliche  Räume erfüllen.

Für den Bau des naturwissenschaftlichen Traktes  legt der Bauherr großen Wert auf Nachhaltigkeit in der Bauunterhaltung und zugleich Wirtschaftlichkeit. Das zur Verfügung stehende Budget soll neben dem Neubau auch der Sanierung und Umstrukturierung der Bestandsgebäude zugute kommen.

So erhält dieser Schulbau eine hinterlüftete Vorhangfassade, kombiniert aus HPL- Platten und unbehandelter Lärche. Als erste Schule im Landkreis wird zur optimierten Frischluftzufuhr eine mechanische Be- und Entlüftung mit Erdwärmetauscher und Wärmerückgewinnung realisiert.­­­