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Die Stadtschule wurde im Jahr 1891 im Grabenbereich der mittelalterlichen Stadtbefestigung errichtet. Als symmetrisch gegliederter, U-förmiger Backsteinbau auf einem Natursteinsockel stellt der Bau ein typisches Beispiel für die im historistischen Stil errichteten Schulbauten der Gründerzeit dar. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und wird heute als Schule für Lernhilfe genutzt.

Das Entwurfskonzept für die Erweiterung sieht vor, dem Altbau rückseitig einen U-förmigen Neubau anzufügen und dadurch eine kompakte Gesamteinheit mit einem überdachten Innenhof als neue Mitte der Schule zu schaffen. Der Neubau gliedert sich in einen Sockelkörper in Sichtbeton, der den Speisesaal und schulöffentliche Räume aufnimmt, einen darauf ruhenden Körper für 12 Klassen- und Werkstatträume sowie zwei gläserne Treppenhäuser in Verbindung mit dem Altbau.

Die Treppen und der Fahrstuhl vermitteln dabei zwischen den unterschiedlichen Höhen des dreigeschossigen Bestands und des viergeschossigen Neubaus. Der mit farbigen Fassadentafeln bekleidete Neubau auf Sichtbetonsockel erhält ein eigenes Gewicht innerhalb der ablesbaren Gesamtform, was durch dessen leichte Verschiebung aus der Symmetrieachse unterstützt wird.