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Gesamtkonzept
Der geplante Neubau gilt als „Pilotprojekt“ von mehreren noch folgenden Neubauprojekten in diesem Wohnviertel. Mit den Neubauten wird auf den zunehmend großen Bedarf an barrierefreien und rollstuhlgerechten Wohnungen in dem überalterten Gebäudebestand eine Antwort gefunden. Zugleich ist der Neubau Teil eines Gesamtkonzeptes, bei dem sich die Neubauten in einer hohen architektonischen Qualität städtebaulich in das Wohnviertel einfügen und bezahlbaren Wohnraum schaffen, sie sind Teil eines Farbkonzeptes, dass auch den Gebäudebestand der GWH einbezieht und die Orientierung deutlich verbessern soll.
In diesem „Pilotprojekt“ werden alle Wohnungen barrierefrei gemäß DIN 18040-2 gebaut. Acht Wohnungen erfüllen die Anforderungen der DIN 18040-2 „rollstuhlgerecht“. Der Anteil dieser Wohnungen von mehr als 30 % berücksichtigt den hohen Bedarf in diesem Wohnviertel, in dem Menschen in allen Lebensphasen leben und wohnen können.
Das Wohnhaus besteht aus zwei Gebäudekörpern. Direkt an der Birkenallee liegt der fünfgeschossige Kopfbau, der durch das westlich angrenzende viergeschossige Treppenhaus erschlossen wird. Diesem schließt sich der viergeschossige Gebäuderiegel an, der ebenfalls über das Treppenhaus und den an der Nordfassade gelegenen Laubengänge erschlossen wird.
Das nach Norden und Süden verglaste Treppenhaus fügt sich als transparente Fuge zwischen die beiden Gebäudekörper ein. Das vierte Obergeschoss des Kopfbaus wird durch eine Treppe innerhalb des Bauköpers erschlossen.
Neben dem Hauptzugang auf der Südseite gibt es einen rückwärtigen Zugang auf der Nordseite. Westlich vom Hauptzugang liegt die Zufahrt zur Tiefgarage, in der alle Stellplätze für den Neubau untergebracht werden. Zudem werden oberirdisch weitere drei rollstuhlgerechte Stellplätze vorgesehen.

Freiraum
Das zukünftige Gebäude wird im Süden über einen zentralen Vorplatz erschlossen. Der Vorplatz wird durch eine Pergola als Stahlholzkonstruktion und ein Pflanzbeet unterteilt. Die Zuwegung wird mittels Betonsteinplatten ausgeführt. Im Eingangsbereich werden verschiedene Ausstattungsgegenstände (Sitzbetonblöcke, Sitzbänke, Fahrradständer) platziert. Für die zukünftigen Bewohner entsteht neben der Tiefgaragenzufahrt ein neuer Müllstandort als
Stahlkonstruktion. Im direkten Anschluss entstehen drei rollstuhlgerechte Stellplätze, die aus versickerungsfähigem Betonsteinpflaster ausgeführt werden.
Als Sichtschutz zwischen den Stellplätzen und Gebäude wird eine Schnitthecke gepflanzt. Die Anbindung an das Treppenhaus im nördlichen Bereich erfolgt zukünftig durch eine Treppenanlage aus Betonblockstufen. Die restlichen Flächen werden als Rasenfläche unter Einbindung des Bestandes ausgeführt.

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